Isolierschicht gegen Durchwurzelung

Grundlagen

Isolierschicht gegen Durchwurzelung



Hauptbedürfnis bei Dachflächen ist die Resistenz gegen Durchwurzelung. Angewandt wird Material aus einer oder zwei Schichten. Einschichtiges Material aus Kunststoff (Folien, Membrane) sind in der Regel resistent gegen die Durchwurzelung. Zweischichtiges Material sollte die Minimalstärke der Unterbelagschicht von 4,00 mm aufweisen, und die Tragschicht 5,00 mm. Beide Schichten sollten aus mit Polymeren SBS modifizierten Bitumen bestehen. Die Festigung (Trageinlage) sollte aus Polyester-Vlies mit Minimalgrammatur 150 g/m2 im Falle der Unterbelagsschicht und 180 g/m2 im Falle der Oberschicht erfolgen. Zusatzabsicherung ist das Anwenden einer dritten Schicht der Unterpappe mit minimalen Parametern , wie bei der ersten Schicht Pappe. Die obere Schicht des Belags sollte gegen die Durchwurzelung resistent sein. Diese Resistent wird durch Zusatz des speziellen chemischen Mittels oder
durch eine Kupferfolieneinlage gegeben. Bei normalen Polymer-Bitum-Pappen, die nicht durchwurzelungsresistent sind, ist es zulässig, eine Absicherung gegen Durchwurzelung hinzuzufügen, in Form einer Folie Stärke 0,4 mm mit Rändern min. 0,15 m. Die Dachoberflächen sind gemäß Herstelleranweisungen und geltenden Normen anzubringen.


Elemente, die das Dach durchdringen: Damit die Anzahl der Verbindungen und Anschlüsse auf der Dachfläche möglichst gering bleibt, sollen die das Dach durchdringenden Bauteile, an einer Stelle gesammelt werden. Grüne Dächer sollen zu Wartungszwecken problemlos zugänglich sein. Empfehlenswert sind auch in der Nähe der Dachfläche ein Wasseranschluss und im Falle von niedrigen Dachrändern die festen Anhöhen, die diese Dachränder begrenzen würden.



Vorbeugender Brandschutz
Bauaufsicht und Versicherungsaufsicht verlangen in bestimmten Fällen, dass die als schwer „brennbare Dächer“ ausgeführten Dächer vor dem Brand von oben und vor der Wärmestrahlung gesichert werden. In Anlehnung an Untersuchungsmethoden nach DIN 4102 Teil 7 werden obere Schichten des grünen Daches, die bei einer bestimmten Konstruktion diese Normen erfüllen, getestet. Die Vegetationsmatten von der Firma Xero Flor werden zu den schwer brennbaren, den DIN-Normen entsprechenden Vegetationsmatten gerechnet.

Wann wird das Gründach zu schwer brennbarer Dachdeckung gerechnet?

Dächer mit Intensivbegrünung, auf den die Pflanzen bewässert und gepflegt werden, verfügen meistens über eine dicke Substratschicht. Solche Dächer sind ohne weitere Maßnahmen gegen Brand und Wärmestrahlung widerstandsfähig. Sie werden zu den schwer brennbaren Dächern gezählt.

Dächer mit der Extensivbegrünung, die in der Regel nicht bewässert und sehr selten gepflegt werden, zählt man zu "den schwer brennbaren Dächern":
1. Wenn das Substrat eine Schicht mit der Dicke von min. 3 cm bildet,
2. Wenn der organische Anteil des Substrats max. 20% des Gewichts beträgt,
3. Wenn sich im Falle von größeren begrünten Flächen je 40 m Sperren (z.B. Kiesstreifen) befinden,
4. Wenn vor den Dachöffnungen (Lüftungsklappen, Lichtbänder), sowie vor den Wänden mit Öffnungen Kiesstreifen geschüttet sind
(mit der Breite von ca. 50 cm).

Schutz vor Wärme und Feuchtigkeit

Bei der Berechnung der Wärmeisolierung kann man gemäß DIN 4108 im typischen Fall nur Schichten von der Innenseite der Dichtung oder der Dachoberfläche berücksichtigen. Die Schichten des Gründachs werden bei der Berechnung dieses Parameters nicht beachtet.

Windsogkräfte

Die oberen Begrünungsschichten auf dem Dach müssen sich auch bei starken Windstößen halten. Unentbehrlich sind zusätzliche, der Norm DIN 1055 Teil 4 entsprechende Belastungen. Hier wurde eine ein bisschen vereinfachte Methode der Lösung des oben erwähnten Problems dargestellt. Im Mittelbereich des Daches reicht schon eine zusätzliche Belastung, mithilfe einer dünnen Substratschicht, an Stellen, an denen die Abdeckung der begrünten Schichten infolge des Windsogs nicht möglich ist. Anders ist es aber im Falle vom Rand- und Eckbereichen, also bei Stellen, die den Sogkräften des Windes besonders ausgesetzt sind. Um diese Stellen ist in der Regel abhängig von der Form und Höhe des Daches eine zusätzliche sichernde Belastung notwendig. Dort werden Kies oder Betonplatten angebracht.


Pflanzenschicht

Extensivbegrünung
Die Extensivbegrünung bilden Pflanzen von niedrigsten Vegetationsansprüchen, die pflegearm sind. Die vermehren sich vegetativund generativ und erfordern eigentlich keine Pflege (außer der empfohlenen jährlichen Kontrolle gemäß Anweisungen und Richtlinien der das grüne Dach errichtenden Firma), sowie keine zusätzliche Bewässerung. Es werden Pflanzen, die gegen extreme Klimabedingungen widerstandsfähig sind und über eine große Regenerationsfähigkeit verfügen, verwendet. Man empfiehlt lokale Pflanzen mit geringen Vegetationsansprüchen, wie: Moose, Stauden, Fetthennen, Kräuter, Gräser usw. Die Bepflanzungsarten sind unterschiedlich: Saat von geschnittenen Pflanzensprossen, Bepflanzung in entsprechender Menge auf 1m2 (von 10 do 25 Stück/m2)
oder Verlegung von fertigen begrünten Vegetationsmatten.

Vegetationsschicht aus Substrat

Das Mineralsubstrat muss den Pflanzen als ein entsprechender Nährboden, der ihnen eine richtige Entwicklung ermöglicht, dienen,sowie in besonderen Fällen die Rolle der Befestigungsschicht erfüllen. Die Substratzusammensetzung sollen vor allem Komponenten mineralischer Herkunft mit einem geringen Zusatz(max. 10 % der Masse) der Komponenten organischer Herkunft bilden. Das Substrat soll eine stabile Struktur haben, gegen Frost und ultraviolette Strahlung widerstandsfähig, sowie nichtbrennbar sein. Luftgehalt in Substraten soll bei maximal wassergesättigtem Zustand den Wert von 10% nicht überschreiten. Salzgehalt soll eigentlich den Wert von 1,0 g/l des Substrats nicht überschreiten. Das Substrat muss eine entsprechende Wasserspeicherfähigkeit von min. 15 % des Volumens haben und sich durch eine gute Wasserdurchlässigkeit auszeichnen. Technische Anforderungen an die Dicke der Substratschicht auf dem Dach beschränken sich auf das maximale Gewicht, das das Dach tragen kann. Die Dicke der Vegetationsschicht (Substrat) je nach vorgesehener Grünflächenform wird In dieser Tabelle dargestellt.




Vegetationsschicht aus hygroskopischer Steinwolle

Die Steinwolle ist aus besonderer hygroskopischer Mineralwolle mit größter Wasserspeicherfähigkeit hergestellt. Sie soll bessere Vegetationsbedingungen für Pflanzen schaffen, zeichnet sich durch große Wasserspeicherfähigkeit aus, ist gegen Fäulnisprozesse widerstandsfähig. Sie wird beim Bau der Extensivgründächer als Substratersatz aufgrund ihres geringen Gewichts angewandt. Sie dient als Vegetations- und Speicherschicht, auf die die begrünten Vegetationsmatten verlegt werden. Bei der Anwendung von dem oben genannten Schichtenaufbau kann das grüne Dach bis zu 45 kg/m2 wiegen.

Filter- und Schutzschicht

Die Filterschicht soll mindestens zehnmal so große Durchlässigkeit wie die Vegetationsschicht haben, und das Drainagesystem und die Abflüsse vor Verschlammung schützen. Die Filterschicht soll aus Strukturvlies aus 100-prozentigem Polypropylen mit Grammatur von min. 250 g/m2 bestehen, chemische Bindemittel erhalten, sich durch langjährige Beständigkeit (auch im Bereich der Drainageund Filtrationsstabilität), sowie durch Wasser-, Chemikalien- und Fäulnisbeständigkeit auszeichnen. Das Vlies soll das Wasser horizontal und vertikal gut durchlassen, sowie über die Fähigkeit der Dampfdiffusion verfügen. Die Filterschicht in Form des Vlieses ist direkt auf die Drainage und unter die Vegetationsschicht mit der Überlappung von min. 10 cm zwischen einzelnen Streifen, zu
verlegen.

Drainageschicht

Gemäß der Norm DIN 4095 ist auf die Decke unter der Substratschicht eine Drainageschicht zu verlegen, welche die Ableitung des überflüssigen Wassers sichert, das eine zusätzliche Belastung wäre und auf Pflanzen einen negativen Einfluss hätte. Sie soll gegen wechselhafte Wetterbedingungen (Feuchtigkeit, Temperaturen unter null) widerstandsfähig sein, sowie sich durch große Zug-, Dehnungs-, Verschleiß- sowie Scherfestigkeit auszeichnen. Die Drainageschicht muss auf eine solche Art und Weise konstruiert werden, damit ihre Wirkung langfristig ist. Die Drainage soll das Wasser in der Menge von 0,03 l/s m2 = 300 l/s ha abführen. Die manchmal verwendete natürliche Drainage aus Flusskies soll die Körnung von 16 - 32 mm und min. Dicke von 5 cm haben. Kunststoffdrainagen wie Schlingenmatten, Noppenmatten oder Geovliese sind leicht und von geringer Höhe, trotzdem sehr beständig. Sie entsprechen am meisten den Normen, außerdem filtern sie, die zu ihrer Herstellung angewendeten Geovliese
hervorragend das Wasser, wodurch sie der Verschlämmung der Abflüsse vorbeugen. Man nimmt an, dass bei der Neigung über 2° das Drainagesystem nicht unentbehrlich ist (bei der Anwendung des Xero-Flor-Systems).

Kiesschicht (Kieseinfassung)
In Hinsicht auf die Ermöglichung einer guten Kommunikation und den Zugang zu den, auf dem Dach um die Dachränder montierten technischen Anlagen (Attiken und anliegende Fassaden von höheren Teilen des Gebäudes), sowie zu den technischen Anlagen (Lüfter, Durchlässe, Dachfenster, Rauchabzugsöffnungen, Kontrollschächte) ist eine Einfassung aus Flusskies mit der Körnung von 16-32 mm und mit der Dicke von ca. 10 cm zu fertigen werden. Die Breite der Einfassung soll min. 50 cm betragen.Pflege

Pflege

Das extensive Xero-Flor-System ist pflegearm, die natürlichen im Boden ablaufenden Prozesse, versorgen die Pflanzen mit den für die Vegetation unentbehrlichen Nährstoffen. Der z.B. durch den Wassermangel verursachte Stresszustand bei den Pflanzen wird mit Hilfe speziell auserwählter Mechanismen stabilisiert. Das Absterben alter Pflanzen einerseits, und die natürliche Aussaat und Entwicklung neuer Pflanzen andererseits, finden im geschlossenen System mit ständiger Regeneration von Pflanzen statt. Ein überlegter Vegetationskreislauf, der vorsichtig gefördert werden kann, erfordert keine intensiven Pflegemaßnahmen. Deswegen ist vor allem die Anwendung von Herbiziden jeder Art untersagt. Der Vegetation schadet auch Einführung von den für das ganze
System fremden Pflanzen, sowie Unterbrechung der natürlichen Regeneration durch verfrühte Entfernung von Samen. Zu den notwendigen Pflegemaßnahmen gehören dagegen: Ausbringung von entsprechenden Düngern, regelmäßige Kontrolle und Reinigung von Dachrinnen im Frühjahr

Bewässerung

Während der Wachstumsphase, also gleich nach der Verlegung der Extensivbegrünung sollte alles auf eine solche Art und Weise bewässert werden, damit die Matten, sowie der Nährboden eine maximale Wassermenge aufnehmen könnten. Dann ist die Begrünung in den ersten zwei bis vier Wochen nach der Bepflanzung täglich mit Wasser zu begießen. Das extensive Dach erfordert nach der Wachstumsphase in der Regel keine Bewässerung, während einer andauernden Dürre ist jedoch eine Begießung von grünen Flächen mit Wasser empfehlenswert.

Düngung

Bei der Verlegung der Extensivbegrünung kann die Düngung auf die Düngerausbringung im Frühjahr und Herbst beschränkt werden. Es soll ein organischer Dünger mit verlängerter Wirkung verwendet werden. Die Menge des ausgebrachten Düngers soll je nach Düngerart von 5 bis zu 30 g/m2 betragen.

Kontrolle der Entwässerungsanlagen
Vertiefungen im Dach, sowie Stellen, die sich direkt bei Dachrinnen befinden, sind kritische Punkte, wo sich mehr Wasser sammelt und Unkraut schneller wächst. Diese Stellen sind besonders genau zu kontrollieren, und Unkraut und Pflanzen, die um diese Stellen wachsen, sind unbedingt zu entfernen.

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